CrossFit – mein erstes Mal

CrossFit wurde in Amerika von einem Hochschullehrer, Greg Glanzmann, konzipiert. Seit 2003  hat sich das Konzept weltweit verbreitet. Vor allem in den Großstädten findet man immer mehr der CrossFit-Boxen. Die Boxen oder auch Gym´s sind gegenüber den sonst schicker eingerichteten Fitnessstudios auf vergleichbarem Preisniveau eher spartanisch eingerichtet. Als ich die Halle in der Crossfit-Box Altona betrete, stehe ich direkt auf der Trainingsfläche. In Empfang nehmen mich die Trainer. Der Wellnessbereich steht in Form eines Getränkeautomaten mit Bierbank in der Ecke. Hanteln, Medizinbälle und Sprungseile liegen in den Holzregalen. Klimmzugstangen und Turnringe hängen von den Decken. Daneben hängenden die BOX-RULES. Sie runden das Gesamtbild ab – 1. Leave your ego at the door.  Ich trainiere aktuell dreimal die Woche recht abwechslungsreich und fühle mich fit. Eine Kollegin hat mich heute zum „Bring a friend day“ eingeladen. Ich bin neugierig. Was ist das besondere an diesem Sport,  wie ist es aufgebaut und für wen empfehle ich das Training?

Ziel des CrossFit ist eine allgemeine sportartübergreifende Fitness zu entwickeln. Dabei werden alle Facetten des Trainings berücksichtigt. Technik, Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit, Schnelligkeit, Koordination, Wendigkeit, Gleichgewicht. Von einem professionellen Training darf man diese Inhalte erwarten.

Nach einer kurzen Einleitung starten wir mit der Aufwärmehase. Sie  erinnert zunächst stark an den Sportunterricht von früher. In zwei Gruppen stehen wir aufgereiht hintereinander und krabbeln, hüpfen und springen in ungewohnter Haltung durch die Halle. Mein Muskulatur ist kurz vor dem ersten Krampf. Danach beginnt der Hauptteil. Der Plan für unser heutiges Workout steht an der Tafel. An der Wand hängt eine Uhr. Die Zeit läuft. Zuerst gehen wir nach draußen und laufen im Shuttle-Run abwechselnd 5 mal 20m über den Asphalt. Zurück in der Halle werden wir angefeuert von lautstarker Musik. Reden ist hier nicht mehr möglich. Wir durchlaufen in zweier Gruppen sieben Stationen an denen jeder zwei Übungen absolviert.  An der ersten Station müssen wir zusammen 100 Kniebeuge machen. Während mein Partner beginnt, liege ich im Unterarmstütz (Planking) auf dem Boden. Nach 20 Kniebeugen schlägt mein Partner ab und wir wechseln. Wenn wir nicht mehr können wird gewechselt. 100. Es folgen Sprünge auf den Kasten und der Farmer´s Hold, Situps und Hängen an der Klimmzustange. Burpees und GluteBridge… irgendwo hier verlassen mich die Kräfte. Aber vier Trainer haben wachsame Augen und entlarven Schwächen knallhart. Am Ende geht es noch einmal raus zum Shuttle-Run. Mittlerweile regnet es. Zurück in der Halle können wir mit unserer Zeit zufrieden sein. Zweiter Platz, 22:30min.

Heute schreibe ich mit unglaublichen Muskelkater in den Beinen mein Fazit. Mir hat das Training viel Spaß gemacht. Die Atmosphäre, das schlichte Training ist bestimmt nichts für jedermann, aber es ist authentisch und die Trainer sind sehr überzeugt von dem was sie anbieten.

Das Training setzt ein hohes Maß an Koordination, Technik und Stabilisation voraus. Gerade durch die Wettkampfatmosphäre mit Blick auf die Uhr werden schnell ausgeführte Bewegungen bei Unerfahrenen unsauber. Sport-Einsteiger  brauchen hier eine enge Betreuung und einige Technikkurse, bevor sie auf Zeit trainieren. Wird die richtige Durchführung der Übung und die aktuelle Belastbarkeit nicht beachtet, ist das Risiko für Verletzungen sehr hoch.

Das Besondere war für mich das Training in der Gruppe und mit dem Partner. Das gemeinsame Leiden schweißt zusammen und macht das Training zu einem tollen Erlebnis. Die Übungen sind effizient und der Trainingserfolg ist garantiert.

Ich wünsche viel Spaß beim Ausprobieren…

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